Beispiele ärztlicher Arbeitsteilung

 

Beispiel Bauchschmerzen

 

Bei Bauchschmerzen führt der Hausarzt einige Untersuchungen durch, stellt eine Diagnose und leitet dann die Therapie ein. In manchen Fällen vermutet er aber vielleicht ein Magengeschwür. Dann lässt er zur Sicherung seiner Vermutung von einem Facharzt für Gastroenterologie (Magen-Darm-Krankheiten) eine Magenspiegelung durchführen, bevor er ein Medikament verordnet.

 

Beispiel Schmerzen im Brustkorb

 

Bei Schmerzen im Brustkorb überlegt der Hausarzt anhand der Schilderung des Patienten und der körperlichen Untersuchungsbefunde, ob der Schmerz am ehesten z.B. vom Herzen, vom Rippenfell, von den Rippen, von den Nerven oder der Haut kommt und stellt dann eine Verdachtsdiagnose. Entsprechend plant er seine weiteren Untersuchungen, um seinen Verdacht zu erhärten. Vielleicht schreibt er ein EKG und weist den Patienten mit der Diagnose eines Herzinfarktes ins Krankenhaus ein. Nach der Entlassung behandelt der Hausarzt den Patienten nach den Empfehlungen der Krankenhausärzte weiter.

 

Vielleicht besteht zwar kein Verdacht auf einen Herzinfarkt und der Hausarzt findet Hinweise auf eine beginnende Gürtelrose, aber das EKG ist nicht normal. Dann überweist der Hausarzt den Patienten zum Kardiologen, lässt von ihm eine Herzerkrankung ausschließen und leitet dann eine Behandlung der Gürtelrose ein.

 

Beispiel Rheuma

 

Der Patient stellt sich mit entzündeten Gelenken vor und der Hausarzt stellt die Verdachtsdiagnose einer rheumatoiden Arthritis, das ist eine spezielle Form eines entzündlichen Rheumas. Er überweist den Patienten zum Rheumatologen. Dieser bestätigt die Diagnose und leitet eine Therapie mit einem Spezialmedikament ein. In der Folge untersucht der Rheumatologe den Patienten alle drei Monate und bittet den Hausarzt, jeweils vor den Untersuchungen spezielle Blutuntersuchungen durchführen zu lassen. Der Hausarzt betreut den Patienten wegen anderer Krankheiten parallel weiter.

 

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