Nasenbluten

 

Nasenbluten entsteht durch Platzen kleiner Blutgefäße der Nasenschleimhäute, meist im vorderen Anteil der Nasenschleimhaut.

 

Ursache des Nasenblutens kann heftiges Naseputzen, Nasebohren oder ein Schlag auf die Nase sein, aber manchmal blutet die Nase auch ohne erkennbare Ursache. Entzündete Nasenschleimhäute z.B. bei einem Atemwegsinfekt, trockene Raumluft, angeborene Veränderungen der Blutgefäße und Veränderungen der Blutgerinnung begünstigen ein Nasenbluten, ebenso in einigen Fällen ein erhöhter Blutdruck.

 

Therapie: Ruhe bewahren! Nasenbluten kann man fast immer selbst auf einfache Weise stoppen. Nur in Ausnahmefällen kommt es zu einem nennenswerten Blutverlust. Die Menge an verlorenem Blut wird meist überschätzt.

 

Das Nasenbluten hört auf, weil das Blut gerinnt. Der Gerinnungsorgang dauert meist 2-5 Minuten. Wenn Sie gerinnungshemmende Mittel einnehmen, gerinnt das Blut auch, aber es dauert länger. Damit der entstehende Blutpfropf vom nachfließenden Blut nicht weggespült wird, müssen Sie das blutende Gefäß zudrücken.

 

Drücken Sie von der Seite auf den betroffenen Nasenflügel so dass das Nasenbluten aufhört und halten Sie den Druck etwa 10 Minuten lang aufrecht. Das noch in der Nase vorhandene Blut können Sie entweder abtropfen lassen oder runterschlucken. Durch kalte Umschläge auf Nacken und Stirn können sie die Blutstillung beschleunigen, denn dadurch ziehen sich die Blutgefäße etwas zusammen. Sie können die Blutstillung auch durch blutstillende Watte beschleunigen.

 

Vielleicht blutet die Nase nach 10 Minuten noch etwas. Dann wiederholen Sie die Prozedur einmal oder mehrmals. Nur manchmal muss der Arzt für einen Tag lang eine Nasentamponade anlegen.