Reizdarm

 

Unter einem Reizdarm versteht man eine Funktionsstörung des Verdauungstraktes, ohne dass dieser eine Erkrankung zugrunde liegt. Die Ursachen für die Entstehung eines Reizdarms sind nicht eindeutig geklärt. Ursachen oder Krankheitsauslöser sind häufig:

  • Ballaststoffarme Ernährung
  • Nahrungsmittelintoleranz: Häufig lösen bestimmte Nahrungsmittel Beschwerden aus bzw. verstärken diese.
  • Stress und seelische Konfliktsituationen: Manche Menschen reagieren darauf mit Beschwerden im Verdauungstrakt.

 

Symptome

 

Die Symptome, die einen Reizdarm anzeigen, können sehr unterschiedlich und wechselhaft sein, was die Diagnosestellung erschwert. Die häufigsten Symptome sind:

  • Stuhlunregelmäßigkeiten (Wechsel von Verstopfung und Durchfall)
  • Gärungsstühle
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Unverträglichkeiten von Speisen und Nahrungsmitteln
  • Schmerzen (häufig krampfartig) im Bereich des Colonverlaufs, v.a. einige Stunden nach den Mahlzeiten bzw. in Stresssituationen
  • Schleimabgang beim Absetzen des Stuhls, z.T. reine Schleimstühle

Da ein Reizdarm ähnliche Beschwerden aufweist wie viele ernsthafte Darmerkrankungen, z.B. Entzündungen des Darms, müssen vor der Diagnosestellung organische Erkrankungen des Magen-/Darmtraktes ausgeschlossen werden.

 

 

Ernährungsempfehlungen

 

Unverträglichkeiten: Folgende Lebensmittel lösen häufig Unverträglichkeitsreaktionen bei einem Reizdarm aus. Sie sollten zunächst gemieden werden. Wenn sich darunter die Beschwerden gebessert haben, kann später erprobt werden, welche Lebensmittel vertragen werden und welche nicht.

  • Kaffee
  • alkoholische Getränke
  • Milchprodukte, v.a. Frischmilch
  • rohes Obst
  • Zitrusfrüchte
  • gebratene Speisen
  • Apfel- und Birnensaft
  • diätetische Lebensmittel, die Sorbit oder andere Zuckeralkohole als Süßungsmittel enthalten
  • fettreiche Speisen

Ballaststoffe: Häufig ist ein Mangel an Ballaststoffen in der Nahrung an der Symptomatik beteiligt, v.a. bei Patienten mit gleichzeitiger Obstipation (Stuhlverstopfung). Die Therapie besteht hier in einer ballaststoffreichen Ernährung bzw. ggf. in der Anreicherung der Speisen mit täglich 30g Weizenkleie (3 Esslöffel) und reichlicher Flüssigkeitszufuhr (2 Liter pro Tag) - vgl. Link in der rechten Spalte

 

Gesunde, vollwertige Ernährung: Ernähren Sie sich nach den Regeln der vollwertigen Ernährung unter Ausschluss der Unverträglichkeiten auslösenden Speisen und Getränke - vgl. Link in der rechten Spalte

 

 

Entspannungstherapie

 

Stress kann eine der Ursachen des Reizdarms sein. Um Stress zu reduzieren ist es einerseits hilfreich, Belastungen abzubauen, andererseits Fertigkeiten zu erlernen, besser mit stressigen Situationen umgehen zu können, wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga.

 

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