Rheuma

 

Rheuma im weitesten Sinne bezeichnet alle Krankheiten der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen, die nicht durch eine Verletzung oder einen Tumor verursacht wurden. Es gibt etwa 400 Einzelkrankheiten.

 

Man unterscheidet fünf große Krankheitsgruppen:

  • Chronisch entzündliche rheumatische Erkrankungen. Bei diesen schädigt das körpereigene Immunsystem Gelenke, Muskeln und sehnige Strukturen und führt dort zu Schmerzen, Schwellungen und Funktionseinschränkungen. Hierzu gehören z.B. die rheumatoide Arthritis (oder chronische Polyarthritis) und der Morbus Bechterew. Zusätzlich erkranken in unterschiedlichem Ausmaß auch andere Organe.
  • Degenerative oder altersbedingte Verschleißerkrankungen, z.B. Arthrosen
  • Rheumatische Erkrankungen der Weichteile wie Muskeln und Sehnen ohne Schädigung der betroffenen Strukturen, z.B. die Fibromyalgie
  • Stoffwechselerkrankungen, bei denen bestimmte vom Körper selbst gebildete Stoffe Krankheiten des Bewegungsapparates auslösen, z.B. bei der Gicht
  • Erkrankungen des Knochens selbst, z.B. die Osteoporose

Einen Teil der Untersuchungen und Behandlungen von Rheuma führen wir aufgrund unserer Qualifikationen selbst durch. Wir arbeiten dabei eng mit den internistischen und den orthopädischen Rheumatologen, den Orthopäden und bei Bedarf mit anderen medizinischen Fachgruppen zusammen.

 

Die chronisch entzündlichen rheumatischen Erkrankungen erfordern besondere Aufmerksamkeit. Unbehandelt können sie sich zu schweren Krankheiten entwickeln, früh erkannt sind sie aber seit einigen Jahren mit modernen langwirksamen Antirheumatika medikamentös gut behandelbar. Unsere Patienten mit diesen Erkrankungen stehen deshalb unter gleichzeitiger Betreuung der internistischen Rheumatologen der Region.