Schlafstörung


Die meisten Vorgänge im Körper verlaufen nach einem natürlichen Rhythmus, einer Art biologischen Uhr, die sich unter Anderem nach der Tageslänge ausrichtet. Dazu gehört auch der Schlaf-Wach-Rhythmus. Abends wird man zu ähnlichen Zeiten müde, morgens zu ähnlichen Zeiten wach. Der frühe Nachmittag ist ebenfalls eine Zeit mit erhöhter Schlafgereitschaft. Zeitgeber sind das Tageslicht und andere rhythmisch wiederkehrende Ereignisse des Tages.

Ratschläge bei Schlafstörung:

 

Besonders wenn Sie nicht gut schlafen können, passen Sie ihre Aktivitäten ihrem körpereigenen Tagesrhythmus an:

  • Stehen Sie jeden Tag um dieselbe Zeit auf.
  • Gehen Sie nur schlafen, wenn Sie wirklich müde sind.
  • Üben Sie kleine, entspannungsfördernde Schlafrituale aus. Geeignet sind z. B. ein warmes Bad oder eine 10-minütige Lektüre.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport. Verlegen Sie körperlich anstrengenden Sport möglichst auf die frühen Morgenstunden oder halten Sie zumindest einen 6-stündigen Abstand zur Schlafenszeit ein. Auch bei körperlich leichter Betätigung - wie z. B. Streck- und Dehnübungen oder Spazierengehen, sollten Sie einen 4-stündigen Abstand zur Schlafenszeit einhalten.
  • Legen Sie sich einen regelmäßigen Tagesrhythmus zu. Üben Sie alltägliche Verrichtungen und Aktivitäten - wie z. B. die Einnahme von Mahlzeiten und Medikamenten, Hausarbeit etc. - immer zur selben Zeit aus. Damit halten Sie Ihre innere biologische Uhr im "richtigen Takt".
  • Nehmen Sie in den 6 Stunden vor dem Zubettgehen keine koffeinhaltigen Getränke oder Medikamente ein. Trinken Sie keinen Alkohol, vor allem nicht bei Müdigkeit. Schon geringe Mengen Alkohol können - besonders bei Müdigkeit - anregend wirken.
  • Rauchen Sie nicht kurz vor dem Schlafen.
  • Wenn Sie Mittagsschlaf halten, dann immer zur selben Zeit. Der frühe Nachmittag ist für die meisten Menschen hierfür am besten geeignet.
  • Meiden Sie Schlaftabletten oder gehen Sie vorsichtig und sparsam mit ihnen um. Meistens verschreiben Ärzte Schlafmittel für maximal drei Wochen. Nehmen Sie nie Schlafmittel zusammen mit Alkohol ein.

Auch Krankheiten können zu Schlafstörungen führen, z.B.

 

Schlafapnoesyndrom:  Dabei kommt es im Schlaf zu Erschlaffungen der am Atmungsvorgang beteiligten Muskeln oder zu fehlerhaften Steuerungen des Atmungsprozesses. Atempausen führen zu einem Abfall des Sauerstoffgehaltes im Gehirn, man wacht auf, die atmungsbezogenen Muskeln spannen sich wieder an, man kann atmen. Im Schlaf erschlaffen die Muskeln erneut, und wieder ist die Atmung gestört. Ein erholsamer Schlaf ist nicht möglich.

Periodische Beinbewegungen:  Kurze Muskelkontraktionen verursachen 1 bis 2 Sekunden anhaltende Zuckungen in den Beinen, die sich im 30-Sekunden-Abstand bei einer Dauer von einer Stunde oder länger wiederholen. Diese Episoden treten mehrmals in der Nacht auf. Durch die Bewegungen kommt es zu häufigem Beinaheaufwachen der Schlaf ist nicht erholsam.

Sodbrennen:  Beim Sodbrennen tritt Magensäure in die Speiseröhre über, der die Schleimhaut reizt, was zu Husten und Würgen führen kann. Aufgrund der waagerechten Lage im Schlaf tritt Sodbrennen nachts häufiger auf.

 

Schmerzen:  Schmerzen stören den Nachtschlaf, eine erfolgreiche Schmerzlinderung kann den Schlaf entscheidend verbessern.

 

Herzschwäche: Ein schwaches Herz führt oft zu einem Blutstau vor dem Herzen. Nachts im Liegen staut sich das Blut auch in der Lunge, was zu Atemnot führen kann.

Fragebogen

 

Um die Ursachen einer Schlafstörung besser eingrenzen zu können, empfehlen wir, einen Fragebogen (s. rechte Spalte) auszufüllen und zum nächsten Termin mitzubringen.