Venenthrombose

 

Bei der Venenthrombose verschließt ein Blutgerinnsel eine Vene teilweise oder vollständig. Venenthrombosen treten am häufigsten in den Beinen auf, man nennt sie dann Beinvenenthrombosen. Man unterscheidet zwischen tiefen und oberflächlichen Beinvenenthrombosen.

 

Tiefe Beinvenenthrombose: Von einer tiefen Beinvenenthrombose spricht man, wenn die Thrombose in einer tief im Innern des Beines gelegenen Vene auftritt, die sich auf geradem Wege über das Becken, die große Hohlvene zum Herzen erstreckt, von wo das Blut dann direkt weiter in die Lunge gepumpt wird. Eine Thrombose in diesen Venenabschnitten führt oft zu einer Lungenembolie und ist deshalb gefährlich. Aus tiefen Venen des Unterschenkels oder aus kleinen Muskelvenen schwemmen selten und keine großen Gerinnsel in die Lunge, das Risiko einer Lungenembolie ist sehr klein.

 

Oberflächliche Beinvenenthrombose oder Thrombophlebitis: Die oberflächlichen Venen der Haut münden erst in der Leiste in die tiefen Beinvenen und sind auf ihrem Weg am Bein nach oben ansonsten mit den tiefen Beinvenen nur durch kleine sogenannte Perforansvenen verbunden. Thromosen der oberflächlichen Beinvenen können nur dann Lungenembolien auslösen, wenn sie sich in der Leiste unmittelbar vor Einmündung in die tiefen Beinvenen abspielen, ansonsten nicht.

 

Symptome einer tiefen Beinvenenthrombose sind Beinschwellung, Schmerz, Spannungsgefühl, bläulich-fahle Hautverfärbung und/oder verstärkte Venenzeichnung, die anders oder stärker sind als bisher bekannt. Symptom einer oberflächlichen Thrombophlebitis ist ein geschwollen, warm und schmerzhaft tastbarer oberflächlicher Venenabschnitt.

 

Ursache einer tiefen Beinvenenthrombose ist ein verlangsamter venöser Blutfluss bei Menschen mit einem erhöhten Thromboserisko. Der verlangsamte Blutfluss kann durch Bewegungsarmut nach Operationen oder Verletzungen, Bettlägerigkeit, aber auch nach langem Sitzen z.B. bei Flug- oder Busreisen bedingt sein. Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht bei angeboren nicht normal gewachsenen Venen, bei defekten tiefen Venenklappen, bei bestimmten Defekten der Blutgerinnung, bei Schwangerschaft und in manchen Fällen von Krebs. Eine tiefe Beinvenenthrombose kann aber auch bei Menschen auftreten, bei denen keines der genannten Risiken gefunden wird.

 

Ursache der oberflächlichen Beinvenenthrombose ist ein verlangsamter Blutfluss in den oberflächlichen Venen, bedingt durch defekte Venenklappen. Gesunde Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nur in Richtung Herz fließen kann. Defekte Venenklappen lassen das Blut auch in die andere Richtung passieren.

 

Die Therapie der tiefen Beinvenenthrombose besteht zum einen in einer Beschleunigung des Blutflusses durch Wickeln der Beine und später durch Tragen eines ausreichend festen Venenkompressionsstrumpfes so lange wie der venöse Blutfluss gestört ist, zum Anderen durch das Hemmen der Blutgerinnung zunächst durch Spritzen von Heparin, später durch Einnahme von Marcumar für drei Monate, in einigen Fällen unbegrenzt.

 

Die Therapie der oberflächlichen Thrombophlebitis besteht nur in einer Beschleunigung des Blutflusses durch Wickeln und Kompressionsstrümpfe bei gleichzeitiger Anwendung von schmerzlindernden Salben.

 

Eine ansführliche Beschreibung der tiefen Beinvenenthrombose finden Sie über die nebenstehenden Links.