Zeckenkrankheiten

 

Die häufigste Zeckenkrankheit ist die Borreliose. Sie wird durch Bakterien ausgelöst, man kann sie mit Antibiotika behandeln, es gibt aber gegen sie keinen Impfstoff.

 

Eine weitere wichtige Zeckenkrankheit ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Die FSME wird durch Viren ausgelöst, man kann sie nicht behandeln, aber man kann dagegen impfen. Während die Borreliose in ganz Deutschland vorkommt, wird die FSME überwiegend in Süddeutschland übertragen. Südlich von Bremen wurden bisher keine Erkrankungen gemeldet, nördlich von Bremen nur vereinzelt.

 

Zecken können auch weitere Krankheiten übertragen, die aber in Deutschland nicht oder nur selten vorkommen.

 

 

Schutz vor Zeckenbiss:

 

Meiden Sie hohe Gräser, Farngestrüpp und dichtes Unterholz. Streifen Sie an Wegrändern nicht die Spitzen von Gräsern, Büschen und Sträuchern, denn genau dort sitzen die Zecken und warten darauf, dass sie von einem Tier oder Menschen abgestriffen werden. Dies gilt nicht nur für die freie Natur, sondern auch für Ihren eigenen Garten, der durch Hunde und Katzen wahrscheinlich ebenfalls mit Zecken besiedelt wurde. 


Achten Sie auf möglichst geschlossene helle Kleidung. Tragen Sie in der Natur geschlossene Schuhe und schließen Sie die Hosenbeine zum Beispiel, indem Sie sie in die Socken stecken. Vermeiden Sie freie Haut zwischen Hemd und Hose, tragen Sie das Hemd in der Hose. Tragen Sie Hemden mit langen Ärmeln. Bei hohem Buschwerk schlagen Sie den Kragen hoch und tragen einen Kopfschutz.


Insektenschutzmittel halten Zecken möglicherweise für kurze Zeit fern. Sie sind aber kein ausreichender Schutz, nach spätestens ein bis zwei Stunden haben sie ihre Wirkung verloren.


Suchen Sie ihren Körper nach Zecken ab. Wenn Sie mit freier Haut Kontakt mit Spitzen von Gräsern, Büschen und Sträuchern hatten, suchen Sie diese sofort nach Zecken ab, bevor sie sich festbeißen. Nachdem Sie in der Natur waren, sollten Sie Ihren Körper gründlich und komplett nach Zecken absuchen. Die Zecken krabbeln die Haut entlang bis zu einer Stelle, die ihnen weich genug erscheint, um sich festzubeissen. Der Zeckenbiss ist übrigens schmerzlos.

 

 

Zecke entfernen:

 

Die Zecke sollte möglichst rasch entfernt werden, da die Übertragungswahrscheinlichkeit der Erreger mit der Dauer des Saugaktes zunimmt. Die Entfernung der Zecke erfolgt mit einer Pinzette, einer Zeckenzange, einer Zeckenkarte, oder auch mit einem Skalpell. Öl, Klebstoff, Nagellack oder andere Methoden sollten nicht verwendet werden.

 

Man fasst die Zecke möglichst nahe der Haut unterhalb des Körpers und zieht sie so nach oben, dass sich die Haut darunter nach oben spannt. Der Körper der Zecke sollte dabei möglichst nicht gequetscht werden. Dann bewegt man die Zecke unter gleichbleibendem Zug eine Weile vorsichtig hin und her. Drehbewegungen sind dabei nicht hilfreich. Nach etwa einer Minute oder auch etwas später löst sich die Zecke aus der Haut. Anschließend sollte die Stichstelle wenn möglich desinfiziert werden.