Zuzahlungsbefreiung für Gesundheitskosten

 

Kinder und Jugendliche sind von fast allen Zuzahlungen für Gesundheitskosten befreit. Alle anderen zahlen höchstens zwei Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, abzüglich der Freibeträge für Kinder und Ehe- oder Lebenspartner. Wird dieser Betrag überschritten, ist eine Befreiung von Zuzahlungen für das laufende Kalenderjahr möglich.

 

Belastungsgrenze: Sie liegt bei zwei Prozent des Bruttoeinkommens, für chronisch Kranke bei einem Prozent. In diese Rechnung fließen jedoch nicht allein die Zuzahlungen für Arzneimittel ein, sondern auch der Eigenanteil für stationäre Behandlung und die Zuzahlung bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege. Ist die Belastungsgrenze im laufenden Jahr bereits erreicht, bescheinigt das die Krankenkasse. Die Versicherten sind dann für den Rest des Jahres von allen Zuzahlungen befreit.

 

Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, stellen wir Ihnen eine Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse aus, damit Ihre Krankenkasse Ihnen nur ein Prozent Ihres Bruttoeinkommens für Ihre Gesundheitskosten einbehält.

 

Zuzahlungsbefreiung für günstige Medikamente: Es gibt Medikamente, für die auch erwachsene Patientinnen und Patienten gar nichts mehr zuzahlen müssen. Diese Zuzahlungsbefreiung soll ein Anreiz für Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen  und Patienten sein, sich für ein vergleichsweise günstiges Medikament zu entscheiden, bzw. dem Apotheker die Auswahl eines solchen zu überlassen, wenn verschiedene geeignete Präparate zur Verfügung stehen und keine medizinischen Gründe dagegensprechen. Denn in Deutschland gibt es viele Arzneimittel mit vergleichbarer Wirkung und Qualität und zum Teil auch identischer Zusammensetzung, deren Preise aber sehr unterschiedlich sind.