Peak-Flow-Messungen im Detail

 

Die Peak-Flow-Messung beschreibt den exspiratorischen Spitzenfluss, gemessen am Mund (peak expiratory flow, PEF). Dimension: L/min oder L/s

           

Der exspiratorische Spitzenfluss wird hauptsächlich durch den Atemwegsquerschnitt beeinflusst, außerdem durch die Wandbeschaffenheit der Atemwege. 

 

Der Atemwegsquerschnitt und somit der exspiratorische Spitzenfluss sind vermindert bei:

  • Asthma bronchiale
  • Chronisch-obstruktive Bronchitis
  • Lungenemphysem mit begleitender obstruktiver Bronchitis (COPD)
  • Komplizierte Atemwegserkrankungen wie Bronchiektasen, zystische Fibrose


Die Peak-Flow-Messung ist einfach. Sie kann auch durch den Patienten selbst erfolgen. Wenn der Patient die Werte täglich misst und als Kurve in eine Graphik einträgt, kann er nach entsprechender Schulung selbst erkennen, ob sich die Werte im Normalbereich bewegen, oder ob sie sich verschlechtern.

 
Typische Kurvenverläufe: Im günstigsten Fall zeigt eine optimale Therapie eine allmähliche Wertebesserung. Peak-flow-Werte steigen, der Unteschied zwischen Morgen- und Abendwerten sinkt.

 

Im Falle eines Infektes kann es zu einem deutlichen Abfall der Peak-Flow-Werte kommen, noch bevor der Patient Luftnot bemerkt und bevor der Arzt beim Abhören der Lunge etwas wahrnimmt. In dieser Phase ist ein sofortiges medikamentöses Gegensteuern durch den Patienten sinnvoll.

 

Bei einem Abfall der Peak-flow-Werte um 20 Prozent oder gar 50 Prozent vom persönlichen Bestwert besteht Handlungsbedarf. Der Patient sollte mit Notfallmedikamenten ausgestattet und entsprechend geschult sein, um diese anzuwenden. Zeitnah sollte er mithilfe seines Arztes eine Anpassung der Dauertherapie vornehmen lassen.

 

Auch eine Zunahme der Unterschiede zwischen Morgen- und Abendwerten ist ein wichtiges Kriterium für eine mögliche Verschlechterung der spastischen Atemwegserkrankung. 

 

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