Blutdruckmessen

 

Gemessen wird der Druck des Blutes in den Arterien. Der obere (systolische) Blutdruckwert entspricht dem Druck, wenn das Herz gerade schlägt, der untere (diastolische) dem, wenn es gerade nicht schlägt.

 

Das Blutdruckmessgerät besteht aus einer aufblasbaren Manschette und einem Stethoskop zum Hörbarmachen des Pulses. Gemessen wird am Oberarm oder über dem Handgelenk. Die Blutdruckmanschette wird aufgeblasen, danach wird die Luft langsam abgelassen. Der Druck beim ersten dann hörbaren Puls entspricht dem systolischen Blutdruck, der Druck beim vollständigen Verschwinden des Pulses dem diastolischen.

 

Es interessiert der Ruheblutdruck. Da der Patient in der Arztpraxis in der Regel weniger entspannt ist als zu Hause, hat es sich bewährt, den echten Ruheblutdruck durch wiederholte Messungen zu Hause zu bestimmen.


Regeln zur Blutdruckmessung zu Hause:

  • Der Blutdruck wird über einen Zeitraum von einer Woche jeweils vor dem Frühstück und vor dem Abendessen vor der Einnahme der Medikamente gemessen. Die Ergebnisse der Messungen werden aufgeschrieben.
  • Die Messung sollte nach 5-minütiger Ruhe in entspannter Umgebung erfolgen.
  • Die erste Messung sollte an beiden Armen erfolgen, da der Blutdruck oft an beiden Armen unterschiedlich ist. Der höhere Blutdruckwert ist der richtige.
  • Die Manschette muss eng anliegen. Bei zu lockerer Manschette wird ein zu hoher Blutdruck gemessen.
  • Die Manschette soll bei der Messung auf Herzhöhe sein.
  • Die Luft sollte langsam abgelassen werden.
  • Zwischen aufeinander folgenden Messungen sollte mindestens eine Minute verstreichen.
  • Es gibt unterschiedliche Manschettengrößen. Um genaue Messungen zu bekommen, muss die Manschettengröße dem Armumfang angepasst sein. Zu kleine Manschetten messen einen zu hohen Blutdruck, zu große einen zu niedrigen.
  • Das Gerät sollte ein Prüfsiegel aufweisen oder in der Apotheke oder dem medizinischen Warenhaus gekauft worden sein.