Husten

 

Husten ist ein normaler Schutzreflex der Atemwege, um diese von Fremdkörpern zu befreien. Durch Anspannen der Ausatem-Muskulatur und dann plötzliches Öffnen des Kehlkopfdeckels entsteht ein hoher Luftfluss, der Fremdkörper mit sich nach außen reißt.

 

Ausgelöst wird der Hustenstoß durch eine Reizung der Bronchialschleimhaut. Der Reiz entsteht im Normalfall durch Fremdkörper, Staub oder durch Bronchialschleim. Die Bronchien können aber durch eine Entzündung oder andere Krankheiten empfindlicher werden, dann reicht als Reiz manchmal schon ein rasches Einatmen, um einen Hustenstoß zu auszulösen, oder man muss sogar spontan husten. Der Husten hat dann seinen Sinn als Schutzreflex verloren. 

 

Ein übermäßiger trockener Husten kann durch Hustenstiller behandelt werden. Sie machen die Bronchialschleimhaut unempfindlicher gegen den Hustenreiz, die Bronchien können sich beruhigen.

 

Ein Husten, der durch zähen Bronchialschleim verursacht wird, kann durch Schleimlöser behandelt werden. Die Zähigkeit des Schleims lässt nach, der störende Schleim kann besser abgehustet werden. Wenn nicht störende Reste von Schleim eine Weile in den Bronchien verbleiben, ist dies übrigens nicht schlimm, der Schleim entsteht durch die Entzündung der Bronchien, verstärkt sie selbst aber nicht.

 

Chronischer Husten: Wenn ein Husten länger 3 - 4 Wochen anhält, muss ärztlich abgeklärt werden, ob dem eine schwerere Krankheit zugrunde liegt, wie z.B. eine Allergie, Asthma, COPD, Lungenentzündung, Tuberkulose oder gar Lungenkrebs.

 

Richtig husten: Husten Sie so, dass Sie niemanden anstecken, am besten in die Ellenbeuge. Husten Sie in Ihre Hand, geben Sie die Erreger über Ihre Hände weiter.