Muslimische Ernährung

 

Gläubige Muslime bemühen sich in ihrem Leben um rituelle Reinheit. Sie unterscheiden zwischen halal (rein, erlaubt, statthaft) und haram (verboten, verwehrt).


Muslimische Speisevorschriften für Fleisch: Haram ist Schweinefleisch und alles Fleisch, das nicht im Namen Gottes geschlachtet wurde. Fleisch, das nach islamischem Ritus geschlachtet wurde, ist für Muslime halal.

 

Gläubige Muslime möchten sich auch in Deutschland nach den Vorschriften des Islam ernähren. Dabei sind sie oft unsicher, welche der bei uns erhältlichen Nahrungsmittel "halal" sind und welche "haram". Der in der rechten Spalte verlinkte Ernährungsführer soll als Orientierungshilfe dienen.

 

 

Ramadan

 

Während des islamischen Fastenmonats Ramadan soll der gläubige Muslim von der Morgendämmerung bis zur Abenddämmerung fasten, d.h. nichts essen und nichts trinken. Ausgenommen von diesem Gebot sind u.a. Kinder vor der Pubertät, Kranke, schwangere und stillende Frauen.

 

Trinken im Ramadan: Besonders wenn der Ramadan in die Sommermonate fällt, kann das Nicht-Trinken während der langen Zeit des Tages zum Austrocknen des Körpers führen, was zu Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel führen kann. Um dies zu vermeiden, soll der fastende Muslim während des nächtlichen Fastenbrechens keine harntreibenden Getränke zu sich nehmen wie Kaffee oder Schwarztee. Wer Medikamente einnimmt sollte seinen Arzt fragen, ob harntreibende Medikamente dabei sind und mit ihm absprechen, ob er diese während des Ramadans absetzen soll.


Essen im Ramadan: Untersuchungen haben gezeigt, dass während des Fastenbrechens in der Nacht zu wenig Eiweiß zum Erhalt der Muskelmasse, zu wenig Vitamine und statt dessen zu viel Fett gegessen wird. Viele Muslime nehmen deshalb während des Ramadans zu und verlieren an Muskelkraft. Es ist deshalb wichtig, während des Fastenbrechens nach der Dämmerung und vor Sonnenaufgang auf eine ausgewogene Ernährung zu achten: Viel pflanzliche Kost wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, Fleisch in Maßen und besonders wichtig: wenig Fett.