Lagerungsschwindel

 

Bei Schwindel hat man das Gefühl, dass man sich selbst oder dass sich die Umgebung bewegt, auch wenn dies in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Schwindel entsteht am häufigsten bei Innenohrerkrankungen, Bewegungsstörungen der oberen Halswirbelsäule und bei Hirn- oder Augenerkrankungen.

 

Der Lagerungsschwindel ist dadurch gekennzeichnet, dass er nur bei Lageänderung des Kopfes auftritt und allmählich wieder verschwindet, wenn man den Kopf still hält. Er wird oft als sehr intensiv erlebt, ist aber ungefährlich. Er wird ausgelöst durch bewegliche Gewebeteilchen in einem Bogengang des Gleichgewichtsorgans. Das Gleichgewichtsorgan besteht aus drei kreisförmigen Bogengängen, für jede Ebene eine. Die Bogengänge sind mit Flüssigkeit gefüllt, die bei Bewegung zurückbleibt. Dadurch nimmt man die Bewegung im Raum wahr. Durch die Gewebeteilchen im Bogengang wird dieses Zurückbleiben der Flüssigkeit gestört, das löst den Schwindel aus.

 

Behandlung: Die Gewebeteilchen müssen aus dem Bogengang entfernt werden. Dies geschieht durch bestimmte  Lagerungsmanöver, durch die man den Kopf so bewegt, daß die Gewebeteilchen im Bogengang nachrutschen und den Bogengang schließlich verlassen.

 

Es gibt verschiedene Lagerungsmaneuver. Wir führen in der Regel das Lagerungsmaneuver nach Epley durch. Im Anschluss empfehlen wir dem Betroffenen, für einige Tage zu Hause selbständig weitere Lagerungsmaneuver auszuführen - mehrmals täglich je drei Maneuver. Ausführliche Anleitungen dazu finden Sie über die Links in der rechten Spalte.