Die ärztliche Untersuchung

 

Eine Reihe von Untersuchungen führen wir selbst durch, andere Untersuchungen bitten wir Fachärzte, Labors oder andere Institute für uns durchführen. Die für uns wichtigsten Untersuchungen haben wir hier beschrieben.

 

Vom Symptom zur Diagnose

 

Viele Patienten glauben, man müsse nur die richtige Untersuchung durchführen, dann kennt man schon eine Ursache für ihre Beschwerden. Aber so einfach ist es nur selten. Nur wenige Untersuchungsbefunde sind für sich genommen sicher und eindeutig. Viele Befunde sind nicht in jedem Falle krankhaft und nicht selten ist ein Untersuchungsbefund normal, obwohl man krank ist. Nur die Zusammenschau der geschilderten Beschwerden, des körperlichen Untersuchungsbefundes und der technischen Untersuchungsergebnisse führt zu einer eindeutigen Diagnose.

 

Der Arzt denkt anders

 

Die meisten Krankheiten machen spezifische Beschwerden und körperliche Untersuchungsbefunde. Der Arzt vergleicht das was der Patient schildert und was er in der körperlichen Untersuchung herausgefunden hat mit den Charakteristika der Krankheiten und bildet dann eine oder wenige Verdachtsdiagnosen. Technische Untersuchungen (Laboruntersuchungen, EKG, Ultraschall, Röntgen CT, MRT oder andere) dienen dann oft nur noch zu deren Beweis oder zur Widerlegung.

 

Wenn der Arzt im ersten Untersuchungsgang die Diagnose nicht findet, zieht er seltenere Erkrankungen in Betracht und veranlasst weitere Untersuchungen, oder  er gibt diese Aufgabe an einen anderen Arzt weiter, der in diesem Falle die geeignetere Qualifikation besitzt.

 

Die ärztliche Arbeitsteilung

 

Idealerweise bleibt die Leitung der Diagnostik immer in einer Hand. Ein Arzt plant und bewertet die Untersuchungen, andere arbeiten ihm zu. Die Rollenverteilung richtet sich dabei nach der Art der Krankheit, der Qualifikationen der beteiligten Ärzte und dem Patientenwunsch.

 

Die Rollenverteilung kann auch wechseln. Bei manchen Krankheiten übernimmt der Hausarzt die Leitung der Diagnostik, bei anderen gibt er sie vorübergehend oder dauerhaft an den Facharzt weiter und arbeitet diesem zu.